Ein Jahr strategische Partnerschaft: Janitza und Digimondo schaffen gemeinsam neue Lösungen für die Energiewirtschaft

Mit dem erfolgreichen Zusammenschluss machen sich die Unternehmen auf den Weg zum End-to-End-Lösungsanbieter und arbeiten an Antworten auf die Herausforderungen der datengetriebenen Energiebranche.

News 1-Jahr-Partnerschaft Digimondo-Janitza

Janitza und Digimondo blicken auf ein Jahr Zusammenarbeit zurück und ziehen gemeinsam ein positives Fazit. In einer Konstellation, in der ein Partner die Mehrheitsanteile an einem anderen übernimmt, ist das nicht selbstverständlich. Denn ein Software-Unternehmen arbeitet ganz anders als ein Anbieter von Industrieprodukten. Organisation und Unternehmenskultur unterscheiden sich stark: Auf der einen Seite steht die Janitza electronics GmbH, seit 40 Jahren im Familienbesitz und heute ein Global Player der Energiemesstechnik. Auf der anderen Seite steht Digimondo: ein junges, hochspezialisiertes IoT-Software-Unternehmen aus Hamburg mit ausgeprägter Start-up-Mentalität. Seit zehn Jahren unterstützt Digimondo Messstellen- und Netzbetreiber dabei, Daten aus Zählern, Sensoren und Netzstationen wirtschaftlich zu erfassen und nutzbar zu machen. 

  

Das strategische Ziel: Stärkung der End-to-End-Lösungskompetenz  

Die datengetriebene Energiebranche von heute fragt nach integrierten Systemen, bei denen Hardware, Software und Dienstleistungen reibungslos ineinandergreifen. Daher stärkt Janitza seine End-to-End-Lösungskompetenz, um dem Markt passende Komplettlösungen anbieten zu können.  

Janitza liefert zuverlässige Messwerte und Digimondo die Software sowie eine ganz spezifische Lösungskompetenz, um die erfassten Daten nutzbar zu machen, Mehrwerte zu schaffen und das System zu skalieren. Christopher Rath, CEO von Digimondo betont: „Ohne Messdaten profitieren unsere Kunden kaum von Digimondo. Und die Daten allein helfen den Janitza-Kunden nicht weiter. Erst die Kombination bringt den Mehrwert. Das war unser Ansatz für den Zusammenschluss. So erhalten unsere Kunden nicht nur einzelne Messpunkte, sondern Transparenz über die Energieflüsse und Verbrauchsmuster.“ 

 

Alexander Veidt, CEO bei Janitza, begründet die Entscheidung so: „Uns ging es insbesondere darum, die Fähigkeiten unserer Unternehmen im Interesse unserer Kunden miteinander zu verbinden. Da sind einmal die starke industrielle Basis von Janitza, über Jahrzehnte gewachsenes Kundenvertrauen und unsere internationalen Kontakte, die Messtechnik und das Energiemonitoring. Die Lösung von Digimondo ergänzt unsere Leistungen perfekt, denn sie ermöglicht es, Datenintelligenz zu nutzen und die IoT- und Software-Architektur in skalierbare Anwendungen zu überführen.“ 

 

Konkret zeigen sich diese Vorteile der Zusammenlegung von Hard- und Software, etwa bei der Umsetzung der Anforderungen des Paragrafen 14a EnWG für Kunden wie die Dortmunder Netz GmbH. Hier konnte durch die enge Zusammenarbeit von Janitza und Digimondo in einem kurzen Zeitraum eine skalierungsfähige Lösung aus Janitza Hardware und Digimondo Software zur Umsetzung des §14a geschaffen werden.  

 

Gemeinsames Software-Projekt: Die GridVis Niotix Bridge verbindet beide Welten 

Ein weiterer Beleg für den erhöhten Kundennutzen aus der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen zeigt sich in der schnellen Realisierung eines spartenübergreifenden Energiemanagementsystems. Zur Erreichung dieses Ziels starteten Janitza und Digimondo gemeinschaftlich seit Oktober 2025 ein entscheidendes Software-Projekt: Die GridVis Niotix Bridge. Aus Produktsicht stellt es eine richtungsweisende Annäherung beider Unternehmen dar. Digimondos CTO Marcus Walena erklärt: „Auf den ersten Blick ist das ein kleines Stück Software. Aber die GridVis Niotix Bridge öffnet die Türen zwischen der Janitza- und der Digimondo-Welt: Wir ermöglichen es damit unseren Kunden, die Software beider Anbieter zu vereinen und als eine Lösung zu nutzen.“ Bestehende GridVis® Nutzer profitieren somit nicht nur von der Analyse ihrer Stromdaten, sondern können künftig auch Daten aus Wasser-, Wärmemengen- und Gaszählern auswerten. Während GridVis® Messdaten analysiert, Energieeinsparpotenziale identifiziert und bei der Normerfüllung unterstützt, fokussiert sich Niotix auf die Integration, Visualisierung und Systemanbindung verschiedenster IoT-Datenquellen sowie sektorenübergreifender Energieflüsse aus Wärme, Wasser und Gas. Bei ersten Kunden wie der Universität Osnabrück ist die GridVis Niotix Bridge bereits im Einsatz. 

 

  

Das Erfolgsrezept: Kulturen nicht ersetzen, sondern Fähigkeiten verbinden 

Die letzten zwölf Monate haben gezeigt, dass sich auch die Kompetenzen der Teams ergänzen und die Unternehmenskulturen der Janitza- und der Digimondo-Welt miteinander harmonieren.  

  

Alexander Veidt sieht hierfür vor allem einen Grund: „Wir haben die beiden Unternehmen nicht einfach nebeneinandergestellt. Und wir haben die Kultur von Digimondo nicht durch unsere ersetzt. Sondern wir haben uns auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet und beiden Teams die Chance gegeben, ihre Fähigkeiten zu verbinden. Das ist aus meiner Sicht unser gemeinsamer Schlüssel zum Erfolg. Denn Integration heißt nicht: Ein Unternehmen überformt das andere.“ 

  

Das Management hat von Anfang an darauf geachtet, die unterschiedlichen Welten der beiden Partner nicht um der Integration willen zu vereinheitlichen. Der Fahrplan lautete vielmehr: verstehen, das Richtige miteinander verbinden und nur an den Stellen integrieren, an denen Mehrwert geschaffen wird. Für die Kunden von Janitza und Digimondo entsteht damit die Möglichkeit, die mit Janitza erfassten Messdaten über die IoT-Plattform von Digimondo konsequent zu digitalisieren.  

  

In einer zunehmend digitalen Energiewelt ist leistungsfähige Software der Schlüssel. „Die Übernahme der Digimondo-Mehrheit war daher ein bedeutender Schritt für unsere strategische Ausrichtung“, betont Alexander Veidt. „Gemeinsam schaffen wir seit einem Jahr erfolgreich ganzheitliche Lösungen. Durch den Zusammenschluss lösen wir reale Fragen unserer Kunden in den Bereichen Energieeffizienz, Versorgungssicherheit, Transparenz und Steuerbarkeit. “ 

  

Der nächste gemeinsame Schritt: ein skalierbares Modell für den globalen Markt 

In den nächsten Jahren geht es um die technologische, kommerzielle und internationale Skalierung der gemeinsamen Lösung. Die Technologie wird in dem Sinne weiterentwickelt, dass Messdaten, Energiedaten, IoT und Software-Anwendungen noch besser ineinandergreifen. Weiterhin möchten beide Unternehmen ausgehend von Janitzas starker Kundenbasis und der sehr spezifischen Lösungskompetenz von Digimondo ihre internationale Reichweite weiter ausbauen. Organisatorisch sehen die Unternehmen ihre Aufgabe darin, ein wiederholbares, skalierbares Modell zu entwickeln und auf dem Markt zu etablieren.  „Es geht uns nicht um die Technologie um ihrer selbst willen“, sagt Christopher Rath. „Unser gemeinsames Ziel ist es, einen klaren, skalierbaren Nutzen aus der Technologie zu generieren. Dies wollen wir erreichen, indem wir die Anwendungsfelder priorisieren, die echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen.“ 

  

Janitza und Digimondo haben eine gemeinsame Vision: Energie weltweit transparent, steuerbar und sicher zu machen. Dafür unterstützen sie ihre Kunden mit präzisen Lösungen für Messung, Überwachung und Energiemanagement, die Komplexität reduzieren, die Effizienz steigern und eine zuverlässige sowie widerstandsfähige Energieversorgung gewährleisten. 

  

Digimondo und Janitza haben gemeinsam eine Antwort auf die Aufgaben gefunden, die in einem wachsenden Markt mit seinem Bedarf an Digitalisierung, Transparenz und Steuerung auf ihre Kunden zukommen. Die Unternehmen möchten so ihren Beitrag zu einer resilienten Infrastruktur in der herausfordernden Energiewelt von morgen leisten.