Retrofit zur Netzzustandsermittlung

Projekt Standort
Trier

Umsetzungsjahr
2025

Applikation
Energiemonitoring

Hardware
UMG 512-PRO, UMG 96-PA, UMG 801, UMG 806

Software
GridVis® Expert

Service
Beratung, Inbetriebnahme

Anforderung
Wie viele andere Energieversorger modernisieren die Stadtwerke Trier (SWT), die Messtechnik in ihrem Verteilnetz für die Energiewende. Die vorhandenen Messgeräte erfüllten die Anforderungen des §14a EnWG nicht und mussten ersetzt werden. Die Stadtwerke suchten eine Lösung, die sich sowohl für Neuanlagen als auch für Retrofit eignet. Gleichzeitig sollte der Umbau möglichst einfach im laufenden Betrieb erfolgen und nur wenig Platz benötigen – ein entscheidender Faktor in den bestehenden Stationen. Außerdem sollten alle Lastflussdaten sowohl zentral als auch vor Ort in der Station zur Verfügung stehen.
Lösung
Die Stadtwerke Trier setzten hauptsächlich den modular erweiterbaren Netzanalysator UMG 801 ein, in Kombination mit dem Remote Display RD 96 und den Strommessmodulen 800-CT8-LP. Mit der neuen Messtechnik lassen sich die Trafo-Einspeisung, der PEN-Leiter und alle Abgänge 4-phasig und hochauflösend erfassen. Gerade für die Modernisierung bestehender Anlagen spielte der geringe Platzbedarf eine zentrale Rolle. Die kompakten Module benötigen mit 18 mm lediglich eine Teilungseinheit Platz, bietet jedoch Anschlüsse für acht Low-Power-Stromwandler. Diese Technik kommt zudem ohne Wandler-Trennklemmen aus, was zusätzlich Platz und Verdrahtungsaufwand spart. Bei größeren Stationen oder bestimmten Einbausituationen lassen sich die Module an einer beliebigen Stelle in der Station installieren. Die verwendeten Kabelumbauwandler ermöglichten eine sichere Nachrüstbarkeit im laufenden Betrieb. Auch das Remote Display RD 96 ließ sich schnell installieren, schließlich ersetzt es mit seinen Standardmaßen von 96 auf 96 Millimeter die alten Türeinbaugeräte ohne zusätzlichen Anpassungsaufwand. Die Datenübertragung aus der Station wollten die SWT in der eigenen Hand behalten. Die offenen Schnittstellen der UMG-Geräte kamen diesem Anspruch entgegen. Für das Auslesen der Daten sind weder systembedingte Verschlüsselungen noch proprietäre Softwarelösungen erforderlich.

Vorteile
Die Messungen mit dem UMG 801 erlauben den Stadtwerken Trier eine schnelle und kostengünstige Einschätzung der Netzqualität. Auffälligkeiten im Netz lassen sich erkennen, bevor es zu Problemen kommt. Gerade bei der Versorgung von Gewerbekunden gewinnt diese Transparenz zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig überzeugte auch die einfache Handhabung des Remote Display RD 96. Die Anzeige ist einfach aufgebaut und ermöglicht auch Mitarbeitenden, die nur selten an den Geräten arbeiten, eine schnelle Orientierung. Das ist besonders für den Entstörungsdienst wichtig, der sich im Ernstfall schnell in der Station zurechtfinden muss. Über die reine Erstbewertung hinaus bieten die UMG 801 Netzanalysatoren auch umfassende Funktionen zur Analyse der Netzqualität. Perspektivisch wollen die SWT diese Möglichkeiten für eine detaillierte Analyse einzelner Netzgebieten nutzen.



