MQTT – Effiziente Energiedatenübertragung
MQTT ist ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll zur effizienten, schlanken und zuverlässigen Übertragung von Daten. Im Unterschied zu klassischen Protokollen arbeitet es auch in komplexen Umgebungen mit vielen Messpunkten stabil und benötigt nur sehr geringe Datenmengen. So schaffen Messgeräte mit MQTT eine transparente Datengrundlage für klassische Strommessungen und Anwendungen sowie die Integration in IoT-Plattformen.
Wir zeigen Ihnen, wie Messgeräte mit MQTT funktionieren, welche Vorteile Sie mit dem Einsatz von MQTT haben und wie Unternehmen es sinnvoll einsetzen.
MQTT steht für „Message Queuing Telemetry Transport“ und wurde ursprünglich für die zuverlässige Kommunikation zwischen Maschinen mit begrenzter Bandbreite entwickelt. Das macht das Protokoll besonders effizient, wenn Daten aus vielen verteilten Messpunkten gesammelt werden müssen.
Im Gegensatz zu klassischen Protokollen wie Modbus arbeitet MQTT nach einem Publisher-Subscriber-Prinzip: Messgeräte senden ihre Werte als Payloads in ausgewählten Sendeintervallen an einen zentralen Broker. Nur die Systeme, die diese Daten benötigen, abonnieren sie. Diese Architektur reduziert die Netzwerklast und vereinfacht die nachträgliche Integration in bestehende Systeme.
Für IoT-Szenarien, in denen zahlreiche Sensoren, Strom- oder Energiezähler kontinuierlich Daten liefern, ist MQTT deshalb ideal geeignet. Das gilt insbesondere für Anwendungen wie Energiemonitoring und Lastmanagement, wo Transparenz und Geschwindigkeit entscheidend sind. Wichtige Merkmale im Überblick:
- Leichtgewichtiges Protokoll mit minimalem Overhead
- Publisher-Subscriber-Architektur für flexible Datenverteilung
- Optimal für Umgebungen mit geringer Bandbreite oder instabilen Netzwerken
- Ideal für IoT-Anwendungen mit vielen Sensoren und Messgeräten
- Bewährt in Energiemonitoring, Lastmanagement und Condition Monitoring
- Konfigurieren der Payloads auf Basis von 19.000 Modbus-Adressen
Vorteile von MQTT im IoT, Strom- und Energiemessung
MQTT ist für den Einsatz in IoT-Umgebungen entwickelt und eignet sich besonders für die Erfassung von Strom- und Energiewerten in Fabriken, smarten Gebäuden und Rechenzentren. Das Protokoll ermöglicht eine effiziente und stabile Kommunikation zwischen Messgeräten und übergeordneten Systemen.
Schlanke Kommunikation in IoT-Umgebungen
MQTT ist exakt auf die Anforderungen moderner, stark vernetzter Systeme zugeschnitten. In typischen IoT-Umgebungen liefern zahlreiche Sensoren und Messgeräte kontinuierlich Daten. Der schlanke Aufbau des Protokolls minimiert die Datenmenge pro Übertragung und verteilt Informationen ressourcenschonend. Das reduziert die Netzwerklast erheblich, selbst bei vielen parallelen Messpunkten und einer hohen Anzahl an Geräten. Selbst in instabilen Netzwerken werden Daten korrekt zugestellt, dank der zuverlässigen Kommunikationsstruktur.
Präzise Strom- und Energiemessung
Strom- und Energiezähler senden ihre Werte nahezu in Echtzeit über Broker an zentrale Systeme wie die Netzvisualisierungssoftware GridVis® von Janitza und schaffen damit eine transparente Basis für Energiemonitoring und Lastmanagement. Das macht MQTT gerade für Strom- und Energiezähler besonders wertvoll, da die Daten relevanten Systemen schnell vorliegen und Maßnahmen rechtzeitig ausgelöst werden.
Skalierbar und Zukunftsfähig
Die Kommunikationsarchitektur lässt sich einfach skalieren. Neue Geräte, zusätzliche Messpunkte, Subscriber oder ganze Verbrauchergruppen können jederzeit problemlos an den Broker angebunden werden. Das ermöglicht Nutzern eine schnelle und einfache Einbindung neuer Komponenten, auch in komplexe Systeme. Damit eignet sich MQTT sowohl für einzelne Standorte als auch für international verteilte Energiestrukturen.
Nutzen für Unternehmen
Unternehmen profitieren von einer klaren Verbrauchstransparenz. Sie ermöglicht interne Effizienzanalysen und die Abrechnung in Rechenzentren, Industrieanlagen oder Gebäuden. In Kombination mit der Messtechnik von Janitza entsteht eine einheitliche Datenbasis, die klassische Monitoring-Aufgaben abdeckt und moderne Ansätze wie Predictive Maintenance unterstützt.
Fazit – MQTT als Schlüsseltechnologie im Energiemanagement
MQTT wird sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln und zunehmend als Standard in Energie- und IoT-Anwendungen etablieren. Durch die Kombination mit Cloud-Diensten und KI-gestützten Energiemanagementsystemen eröffnen sich neue Möglichkeiten für Transparenz, Automatisierung und Effizienzsteigerung.
Insgesamt zeigt sich: MQTT bietet Unternehmen erhebliche Vorteile in Bezug auf Effizienz, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Es schafft eine belastbare Grundlage für Energiemonitoring, Lastmanagement und innovative IoT-Anwendungen. Mit den passenden Lösungen von Janitza lässt sich dieses Potenzial praxisnah ausschöpfen.

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Häufige Fragen zu MQTT
Sie stellen die Fragen, wir haben die Antworten. In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen von Janitza-Kunden, die uns zum Thema MQTT erreichen.
Was ist MQTT und wofür wird es eingesetzt?
MQTT ist ein leichtgewichtiges Kommunikationsprotokoll, das ursprünglich für Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation entwickelt wurde. Mit ihm lassen sich Daten aus zahlreichen Sensoren, Messgeräten und Steuerungen effizient übertragen – von der Industrie über Rechenzentren bis hin zu IoT-Anwendungen.
Warum eignet sich MQTT besonders für IoT und Energiemanagement?
Im IoT-Umfeld fallen kontinuierlich große Mengen an Messwerten an. MQTT ist darauf ausgelegt, diese Daten ressourcenschonend und in frei definierten Sendeintervallen (z. B. Echtzeit oder minütlich) zu übertragen. Gerade im Energiemanagement ermöglicht das Protokoll die zuverlässige Erfassung und Verarbeitung von Strom- und Energiewerten über viele verteilte Messpunkte hinweg.
Welche Vorteile hat MQTT gegenüber klassischen Protokollen?
Im Vergleich zu Protokollen wie Modbus oder OPC UA ist MQTT schlanker und benötigt deutlich weniger Bandbreite. Die Publisher-Subscriber-Architektur reduziert die Netzwerklast, erhöht die Flexibilität bei der Integration und unterstützt damit auch wachsende Infrastrukturen.
Wie kann man Stromzähler und Energiezähler per MQTT anbinden?
In modernen Energiesystemen stellen Messgeräte ihre Daten über Gateways oder Schnittstellen im MQTT-Format bereit. Diese Werte werden zunächst an einen Broker übermittelt, von dem aus sie von zentralen Systemen wie GridVis® abgerufen und für Energiemonitoring, Lastmanagement oder Abrechnung genutzt werden.
Ist MQTT sicher genug für kritische Infrastrukturen?
Ja – durch die Verwendung von Verschlüsselung (TLS), Authentifizierungsmechanismen und rollenbasierter Zugriffskontrolle lässt sich MQTT sicher betreiben. Das Protokoll ist auch für den Einsatz in kritischen Infrastrukturen geeignet.